DMS - open source vs revisionssicher - muss das sein?

geschrieben von christian.a 
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DMS - open source vs revisionssicher - muss das sein?
07. Februar 2017 08:52
Hallo!

Welches DMS setzt Ihr ein? Ich suche noch nach einer OpenSource Lösung auf Linux (am besten Debian) Basis.
Und das sich OpenSource und Revisionssicherheit nicht wiederspricht sehr ihr hier:

[www.bitfarm-archiv.de]

(aber eben nur auf Windows Basis...)

[www.openkm.com] klingt ganz spannend (auch wenn [www.openkm.com] mich nicht glücklich macht ;-)

[www.seeddms.org] auch nett, aber revisionssicher halt noch nicht. (Soll aber lt. einem Forumeintrag kommen)

LG
Re: DMS - open source vs revisionssicher - muss das sein?
07. Februar 2017 11:57
Hallo,

ich setze ecoDMS ein. Dies ist unter verschiedenen Plattformen lauffähig, darunter auch Debian. Darüber hinaus erhältst Du kostenlose Plugins für LibreOffice und Thunderbird.

Gemäß der neuen GoBD ist eine Revisioskonforme Archivierung obligatorisch. Hierzu der folgende Link : GoBD.

Informationen über ecoDMS erhältst Du hier:Funktionen ecoDMS

Ubuntu 16.04 LTS 64-Bit; 8GB RAM, Intel Core i5-2410M; 1TB HDU; Fakturama 1.6.9c, OpenOffice 5.1.4.2, ecoDMS 16.09 und ecoDMS Qualified Premium Reseller
Re: DMS - open source vs revisionssicher - muss das sein?
08. Februar 2017 11:35
Hallo Christian,
darf ich fragen, warum OpenSource? Willst Du wirklich aktiv in den Quellcode eingreifen?

Das klingt zwar mit dem Fakturama-Hintergrund etwas ketzerisch, aber am Beispiel Fakturama sehe ich sehr oft, dass die meisten Nutzer in den Quellcode nicht eingreifen können und auch nicht wollen, so dass der Open-Source-Gedanke nicht unbedingt im Vordergrund steht. Da von langjährigen Nutzern nur wenige Rückmeldungen kommen, wissen wir leider nicht, wieviele benutzerspezifische Fakturama-Derivate existieren. Allerdings habe ich seit 2014 auch erst eine Veränderung durch einen Nutzer registriert, die Bestandszählung, getriggert durch die Bestellung. Die CMIS-Schnittstelle wäre eine weitere.

Wenn man den Quellcode nicht verändern kann oder will, dann bringt ein OpenSource-DMS auch kein Mehr an Zukunftssicherheit. Und die Daten bekommt man offensichtlich auch da schlecht wieder raus, wenn man wechselwillig ist.

Ich bin prinzipiell auch Verfechter der OpenSource-Idee und verfolge auch den aktuellen Trend interessiert, aber größere Unternehmen, Behörden und Schulen haben da einen anderen Trigger und nehmen auch nicht wenig Geld in die Hand, um die Lösung entsprechend anpassen zu lassen.

Bei Privatleuten und kleinen UN spielt da möglicherweise eher mit, dass OpenSource auch gleich kostenlos bedeutet. Das halte ich aber eher für ein Kontra-Argument, da kostenlose Lösungen natürlich schwerer am Leben zu erhalten sind, als betriebswirtschaftlich tragfähige.

Ich stelle das mal einfach so in den Raum, ohne Recht haben zu müssen ;-)

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Viele Grüße
Steffen
Re: DMS - open source vs revisionssicher - muss das sein?
10. Februar 2017 10:20
Interessante Überlegungen, aber einen Punkt beachtest du dabei leider nicht: die Produktsicherheit. Ich behaupte nicht, dass OSS per se sicher ist oder sicherer als closed source systeme. Aber erstens ist es wesentlich schwerer - bis hin zu unmöglich - dort eine geheime Hintertür einzubauen über die Dritte Zugriff auf das System erhalten. Insbesondere in solch geschäftskritischen Bereichen wie der Fakturierung oder einem zentralen Dokumentenmanagement ist das ein nicht zu unterschätzendes Argument.
Zweitens besteht bei OSS zumindest die Möglichkeit, den Quellcode in vollem Umfang prüfen zu können. Auch wer keine eigenen Änderungen oder Anpassungen vornehmen will, kann überprüfen, wie das System arbeitet, ob es Schwachstellen geben könnte oder, wie im Fall eines revisionssicheren DMS, ob das System tatsächlich revisionssicher arbeitet. Bei closed source gibt es allenfalls die Möglichkeit über ein non disclosure agreement, also eine Geheimhaltungsverpflichtung, Teile des Codes einzusehen und zu prüfen. Das ist sehr teuer und aufwändig und demnach auch wieder nur für solvente Unternehmen eine sinnvolle Option.
Beide Punkte zusammen erzeugen wiederum beim normalen Benutzer ein gewisses Grundvertrauen, dass auch durchaus gerechtfertigt ist. Denn solange der Quellcode öffentlich zugänglich ist, müsste ein Angreifer auch jederzeit damit rechnen, dass Manipulationen aufgedeckt werden können. Genau dies ist ja auch schon mehrfach passiert.

Gruß
3xhossa
Re: DMS - open source vs revisionssicher - muss das sein?
15. März 2017 16:42
Genau darum geht es mit 3xhossa!

Ich habe auch nicht per so gratis gemeint (wäre aber nicht problematisch, wenn es kostenlos wäre ;-)
Auch kann ich bei OSS, wenn das Projekt einschläft oder sonstwie sich auflöst, selbst etwas anpassen (lassen). Somit sehe ich hier auch eine gewisse Zukunftssicherheit.
Wenn MS heute sagt, es gibt kein Windows mehr (oder halt keine neuen Versionen, Update, SecFixes, ...) dann werden die Hacker demnächst alle WindowsPCs übernehmen. Das kann dir so bei Linux, etc. nicht passieren.

Aber von seiten Fakturama ist in dieser Hinsicht nichts geplant?

LG
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